Stammesgeschichte
Die Anfänge
1992
Nach den Sommerferien 1992 gab es erstmals in Winden ein regelmäßiges Zusammentreffen von Jugendlichen im Gruppenraum der Gemeinde. Diese Gruppierung entstand aus der Firmgruppe von Jugendbetreuerin Gerhild Schnitzler und wurde von Annabelle Heinz geleitet und organisiert. Unterstützt wurde sie dabei von Detlef Bouket.
Bereits im ersten Jahr ermöglichten die beiden den Jugendlichen ein Zeltwochenende in der Nähe der Windener Mühle.
1993
1993 fand dann das erste längere Zeltlager dieser Gruppe am Jugendzeltplatz der Gemeinde Waldhambach (bei Klingenmünster) statt. Immer mehr Jugendlichen trafen sich wöchentlich zu ihren Gruppenstunden.
Schon bald wurde klar, dass sich die Jugendgruppe aus Winden den Pfadfindern, genauer gesagt der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG), anschließen möchten.
Die Jahre als Siedlung "Marco Polo"
1994
Um in der DPSG einen Stamm zu gründen, wird zunächst eine Siedlung gegründet, welche durch benachbarte Stämme ideell und materiell aufgebaut werden soll, um in absehbarer Zeit ebenfalls zu einem eigenständigen Stamm zu werden. Da der räumlich naheste Pfadfinder Stamm, der Stamm "Amundsen" Herxheim, zu diesem Zeitpunkt personell unterbesetzt war, wurde mit Hilfe der DPSG ein Kontakt zum Stamm "Wolfgang von Dahlberg" Essingen hergestellt. Die Siedlung "Marco Polo" Winden wurde somit am 01. Mai 1994 gegründet.
Zu dieser Zeit gab es in Winden bereits drei betreute Altersstufen: Die jüngste Altersstufe, die Meute der Wölflinge (von 7 bis 10 Jahren), den Trupp der Jungpfadfinder (von 10 bis 13 Jahren) und die Pfadfinder-Stufe (von 13 bis 16 Jahren). Auch die Leiterrunde (so wird die Gemeinschaft der Gruppenleiter genannt) hatte mit Angelika Bretz weitere Verstärkung erhalten. Das Zeltlager 1994 fand in Fischbach am Petersbächel (in der Nähe von Dahn) statt.
1995
Ein Jahr später zog es die komplette Siedlung, inklusive der neuen Runde der Rover (von 16 bis 20 Jahren), an den Eutersee (Hesseneck, Odenwald). Das Leitungsteam hatte sich durch Bernd Scholtz verstärkt. Im Zeltlager gab es außerdem die Unterstützung durch die Familie Ehmann. Detlef Bouket hatte derweil die Pfadfinder aus beruflichen Gründen verlassen.
Die DPSG unterstützte 1995 politisch verfolgte Flüchtlinge aus Rwanda. Auch die Windener Pfadfinder leisteten durch einen Rwanda-Abend im Bürgerhaus Winden, zu welchem eine Musikgruppierung aus Rwanda eingeladen wurde, sowie einer Eichelsammel-Spendenaktion, ihren Beitrag.
1996
Im Januar 1996 sammelten die Windener Pfadfinder erstmals die Christbäume der Ortsbewohner zur Entsorgung ein. Diese Weihnachtsbaum-Sammelaktion wird seitdem jedes Jahr von der DPSG Winden durchgeführt.
Beim Lager 1996 im Baerenthal (Elsass, Frankreich) verstärkte Sabine Rapp die Leiterrunde. Außerdem unterstützte Klaus Schleppi in diesem Lager die Gruppenleiter.
1997
Da das Lager in Baerenthal sowohl von den Jugendlichen, als auch den Gruppenleitern mit einer sehr positiven Resonanz wahrgenommen wurde, waren die Windener Pfadfinder bereits im darauffolgenden Jahr wieder dort anzutreffen. Unterstützung gab es in diesem Lager erneut durch Familie Ehmann. Dieses Zeltlager war das Abschiedslager von Annabelle Heinz, welche aus beruflichen Gründen ihre Tätigkeit bei der Siedlung "Marco Polo" beendete.
1997 besuchten die Windener Pfadfinder außerdem das Bundeszentrum der DPSG in Westernohe zur Auftaktveranstaltung der Jahresaktion "Arc En Ciel - Viele Farben machen das Leben bunt". Martin Hirsch, welcher bereits seit rund zwei Jahren das Leitungsteam unterstützte, wurde nun offiziell Leiter.
1998
Durch gute Kontakte und Eigenleistungen, hatte sich die Siedlung "Marco Polo" viele Ausrüstungsgegenstände aneignen können. Dazu zählen neben vielen Arbeits- und Bastelmaterialen auch ein Bundeswehr-Versorgungszelt, drei weiße Gruppenunterkunftszelte sowie weitere Ausrüstungsgegenstände. Gelagert werden diese Gegenstände seither im ehemaligen Tanzsaal der Gaststätte "Zum Schwan".
1998 zog es die Siedlung zum Sommerlager nach Homburg, Tina Hirsch und Uwe Lang stießen für den Zeitraum des Lagers zur Leiterrunde hinzu. In diesem Jahr gab es außerdem erstmals ein großes Hike, welches in Edenkoben startete.
1999
Das Zeltlager 1999 verbrachten die Windener Pfadfinder in Weilburg an der Lahn. Der Pfadfinder- und Roverstufe wurde während des Zeltlagers ein Kanu-Hike ermöglicht. Angelika Bretz hörte aus privaten Gründen mit ihrer Leitertätigkeit auf. Ihre Tochter Eva Thelen, sowie Andreas Eitzenberger verstärkten jedoch den Kern des Leitungsteams. Beide hatten zuvor bereits die Pfadfinder- und Roverstufe besucht.
1999 gab es auch ein Hike. Dieses Mal wurde in Neckarsteinach gestartet.
2000
Auch im Jahr 2000 leitete die Funktionäre erfolgreich das Lager der Windener Pfadfinder am Forggensee in Füssen. Die Pfadfinderstufe besuchte 2000 die Kunst- und Kulturveranstaltung "Klobber" der Diözese Speyer in Kaiserslautern sowie die "Spirit & Fun"-Night am Speyerer Dom.
Außerdem wurde weiterhin eine wöchentlich stattfindende Gruppenstunde für alle vier Altersstufen ermöglicht.
Im Dorfleben waren die Windener Pfadfinder längst nicht mehr wegzudenken und wurden nun auch über die Jugendarbeit hinaus bekannt.
Die Stammesgründung und die ersten Jahre als Stamm
2001
Der Stamm "Marco Polo" wurde am 01.07.2001 gegründet. Die Stammesgründung war längst überfällig, wenn man bedenkt, dass in der DPSG der Status "Siedlung" in der Regel auf zwei Jahre begrenzt ist. Da der die Siedlung betreuende Stamm aus Essingen aufgrund eines großen Mitgliederrückgangs jedoch stark dezimiert war und ohnehin bei den Windener Pfadfindern alles "rund" lief, zog sich dieser Prozess der Stammesgründung jedoch länger hin. Die ersten Stammesvorsitzenden wurden Andreas Eitzenberger und Sabine Rapp. Das Amt des Kassenwartes übernahm Martin Hirsch. Kassenprüfer wurden Eva Thelen und Bernd Scholtz.
Im Jahr 2001 besuchte der Stamm "Marco Polo" die Bundesaktion "Fett Grün - Wag das Leben!" der Pfadfinderstufe im Jugendpark am Rheinufer in Köln. Das Zeltlager fand in der Geiselberger Mühle in der Nähe von Kaiserslautern statt. Das erste Hike als Stamm startete in Vorderweidental mit der Pfadfinder- und Roverstufe.
2002
Das Zeltlager 2002 führte die Pfadfinder auf eine Burgruine nach Obermoschel (bei Bad Kreuznach). Aufgrund der Lokalität stand dieses Lager unter dem Motto "Mittelalter". Bastian Bätz, welcher bereits als Rover das Leitungsteam unterstützte, wurde Gruppenleiter.
Die Pfadfinderstufe besuchte die Veranstaltung "Traumpfade" in Waldhambach. Es wurde erneut ein Hike durchgeführt.
2003
Im Jahr 2003 wurden die Windener Pfadfinder mobil. Ein eigener Bus (ein Ford Transit) wurde erworben. Dieser sollte künftig für verschiedene Aktionen genutzt werden.
2003 war ein besonderes Jahr für die Gemeinde Winden. Sie feierte ihr 750. Jubiläum. An den 10 Festtagen der 750-Jahr-Feier beteiligten sich auch die Windener Pfadfinder mit einem eigenen Stand. Im Angebot waren neben alkoholischen und nichtalkoholischen Getränken auch ein Brezel- sowie ein Flammkuchenstand. Außerdem beteiligte man sich mit einem eigenen Wagen am festlichen Umzug.
Aufgrund der Feierlichkeiten gab es anstelle eines Zeltlagers in diesem Jahr ein großes Stammeshike rund um Kaiserslautern. Im Spätjahr wurde außerdem noch ein weiteres Hike für die Pfadfinder- und Roverstufe veranstaltet. Die Jungpfadfinder-Stufe besuchte die "Nacht der Offenen Kirchen" in Speyer.
2004
2004 gab es Neuwahlen im Stamm. Vorsitzende wurden Stefan Bretz und Sabine Rapp, welche im Amt bestätigt wurde. Martin Hirsch blieb Kassenwart. Kassenprüfer wurden Bastian Bätz und Thorsten Schleppi. Mit Juliane Michael, Vanessa Burg, Lars Scholtz, Stefan Bretz, Christian Freitag und Thorsten Schleppi, welche allesamt bereits im Vorfeld als Rover die Leiterrunde unterstützen, gab es neue Leiter im Leitungsteam. Mit der Ausnahme von Stefan Bretz durchlebten alle neuen Leiter die vier Altersstufen der DPSG. Sabine Rapp, Andreas Eitzenberger, Eva Thelen und Bernd Scholtz beendeten ihre Tätigkeiten als Gruppenleiter.
Weitere Unterstützung fanden die Windener Pfadfinder durch Gunter Straub, dem Jugendpfleger des BDKJ für den Kreis Germersheim.
In diesem Jahr gab es in der Gemeinde Winden erstmals ein Weinfest. Dieses sollte künftig alle zwei Jahre stattfinden. Auch die Windener Pfadfinder beteiligten sich ähnlich wie zuletzt bei der 750-Jahr-Feier mit einem Ausschank sowie einem Flammkuchenstand.
Das Zeltlager verbrachte der Stamm "Marco Polo" an der Ostsee auf Rügen. In der Mitte des Zeltlagers gab es ein Wander-Hike für die ältesten zwei Stufen.
2005
Wie in jedem Jahr seit 1996 wurde 2005 erneut eine Christbaumsammelaktion durchgeführt. In diesem Jahr wurden die Spenden der Gemeindeeinwohner jedoch an die Opfer der Seebeben im Indischen Ozean Ende 2004 gespendet. Im Frühjahr 2005 ermöglichten die Windener Pfadfinder einen Auftritt der "Chawwerusch"-Theatergruppe aus Herxheim im ehemaligen Schulhof vor dem Windener Bürgerhaus. Gespielt wurde das Stück "Die Komödiantin".
Das Stammeslager fand in Cham (am Regen) statt. Es lief unter dem Motto "Die Römer".
Die Pfadfinderstufe plante ein großes Fahrrad-Hike von Winden aus an den Bodensee. Leider erreichten sie ihr Ziel zeitlich nicht ganz. In Müllheim im Markgräflerland wurde der Abschluss der Tour gefeiert.
Seit 2005 gibt es außerdem eine eigene Website der DPSG-Winden. Sie wird von Thorsten Schleppi betreut.
Juliane Michael und Bastian Bätz beendeten ihre Leitertätigkeit.
Die jüngere Geschichte
2006
Bei den Neuwahlen 2006 wurden Martin Hirsch und Thorsten Schleppi zu den neuen Vorsitzenden gewählt. Das Amt des Kassenwartes übernahm Vanessa Burg. Kassenprüfer wurden Stefan Bretz und Bastian Bätz. Dorothea Straube und Julia Glas stießen zur Leiterrunde hinzu.
In diesem Jahr gab es wieder ein Weinfest in Winden. Neben dem Getränkeausschank und dem Flammkuchenstand ermöglichten die Windener Pfadfinder an zwei Tagen des Festes Live-Musik im Bürgerhaushof. Mit der Unterstützung vom Scuzzlebutt e. V. wurde am ersten Tag ein Newcomer-Festival auf die Beine gestellt (unter anderem mit "The Fruit Midgets" (Barbelroth) und "Fall Back Strategy" (Frankfurt)). Am zweiten Tag konnte mit den "Fisherman's Friends" (Landau) eine regionale Größe auf die Pfadfinder-Bühne geholt werden. Das Helferfest wurde mit einer Umstufungsfeier in der Grillhütte Hergersweiler kombiniert.
Das Zeltlager 2006 führte den Stamm "Marco Polo" nach Langenlohnsheim (in der Nähe von Bad Kreuznach). Die Stufen starteten auf dem Hinweg an unterschiedlichen Punkten und wanderten bzw. radelten zum Zeltplatz. Willi Claus half beim Gepäck- und Materialtransport.
Die Pfadfinderstufe ließ es nicht darauf beruhen, das Bodensee-Hike des Vorjahres nicht vollendet zu haben. Deswegen fuhren sie mit dem Zug zur letzten Endstation Müllheim und beendeten ihre Tour stolz in Konstanz am Bodensee.
In Zusammenarbeit mit Holger Schendekehl, dem Verbandsgemeinde-Jugendpfleger wurde ein Spiele-Tag für Kinder und Jugendliche organisiert, bei welchem das "Spielmobil" vom Kreis Germersheim ausgeliehen wurde.
2007
Im Frühjahr wurde erneut ein Auftritt der Herxheimer Theater-Gruppe "Chawwerusch" ermöglicht. Das Stück "Platz für Methusalem" wurde aufgrund von schlechten Wetters im Bürgerhaus der Gemeinde Steinweiler aufgeführt.
Die Roverrunde organisierte - nahezu in Eigenregie - eine Fahrt nach London. Zur Finanzierung wurden zahlreiche Eigenleistungen wie einen Kuchenverkauf oder ein Flohmarkt organisiert.
Das Zeltlager führte die DPSG Winden nach Überlingen am Bodensee. Erneut wurde der Pfadfinder- und Roverstufe ein Kanu-Hike ermöglicht. Unterstützt wurde die Leiterrunde in diesem Lager von Sabrina Kukelka, Sarah Bast und Alfred Straube.
Nach dem Zeltlager wurde der Pfadfinderbus verkauft. Dieser wurde über die Jahre wirtschaftlich unrentabel, da er aufgrund seines Alters regelmäßige Reparaturen notwendig machte.
Am Ende des Jahres wurde ein großes Grillfest für den ganzen Stamm organisiert.
Die DPSG Winden beteiligte sich an der Aktion "Saubere Umwelt".
Stefan Simon erweiterte 2007 die Leiterrunde.
2008
Die Windener Pfadfinder beteiligten sich 2008 erneut am Windener Weinfest. Sie verlagerten ihren Stand von der Hauptstraße in die Raiffeisenstraße. Das Angebot bestand - neben dem Ausschank von alkoholischen und nichtalkoholischen Getränken und Cocktails - aus einem Flammkuchen- und Bierstand. Außerdem wurde auch in diesem Jahr Live-Musik ermöglicht. Auf der Pfadfinder-Bühne in der Raiffeisenstraße spielten "On Air Session" (Karlsruhe), "Alive" (Minfeld) "Perry O'Parson" (Winden) und "Turnshoe" (Landau).
Das Stammeslager 2008 wurde in Odersbach (an der Lahn) veranstaltet. Johanna Erhart stieß für den Verlauf des Lagers zum Leitungsteam.
Im Sommer wurde eine großer "Bauaktionstag" am Pfadfindergrundstück organisiert. Viele junge und alte Pfadfinder der DPSG Winden bastelten gemeinsam an verschiedenen Lagerbauten.
Am Ende des Jahres wurde neu gewählt. Thorsten Schleppi wurde in seinem Amt als Vorsitzender bestätigt. Christian Freitag ersetzte Martin Hirsch als Vorsitzender. Neuer Kassenwart wurde Stefan Simon. Als Kassenprüfer wurde Dorothea Straube und Thorben Scholtz gewählt. Das Leitungsteam hatte sich in Zwischenzeit durch Daniel Petermann, Thorben Scholtz und Jens Gamer verstärkt. Vanessa Burg, Julia Glas und Martin Hirsch beendeten ihre Tätigkeiten als Gruppenleiter.
2009
2009 wirkte die DPSG Winden erstmals bei der Windener Prunksitzung mit. Beim Sketch "De Horscht un de Sepp" wurde von einer langen Odyssee auf der Suche nach Winden berichtet; der "Wanderer" Thorben Scholtz sang in bester Hannes Wader Manier vom Dorfleben. Außerdem wurde die Abendkasse und weitere Jobs übernommen.
Mitte April begann die Hike-Saison für die Rover mit der Veranstaltung "Rosskur" in Mannheim-Neckerau. Weiter ging es mit der Jungpfadfinder- und Pfadfinderstufe mit einer Tour durch den Pfälzer Wald zur Burg Neuschafeneck. Zuletzt wurde beim Wölflings-Hike in Birkenhördt nach der Quelle des Erlenbachs gesucht.
Auch dieses Jahr fuhr der komplette Stamm ins Zeltlager. Ziel war die Sexauer Hütte in Bad Griesbach-Peterstahl im Schwarzwald. Das Lager stand unter dem Motto "Back To The Roots!". Es gab somit weder Strom noch fließend warmes Wasser. Trotz neun von zehn Tagen Regenwetter hat es den Teilnehmern viel Spaß gemacht.
Anfang September fand anlässlich des 15-jährigen Bestehens der DPSG Winden ein Sommerfest am Grundstück der Pfadfinder statt. Neben der Einführung neu erworbener Stammeszelte wurde durch eine Vielzahl von Bildern und Texten die Geschichte der Windener Pfadfinder präsentiert. Für Spiel und Spaß sowie Speis und Trank wurde ebenfalls bestens gesorgt.
Claudia Schäfer und Pascal Hauser verstärkten die Leiterrunde.
Stamm "Marco Polo" Winden